Neues zum Spendenrecht


Durch das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements (Bundestag vom 06.07.07; Bundesrat vom 21.09.07) wurden die Möglichkeiten des Spendenabzugs verbessert. Neben einigen Änderungen und Vereinfachungen ist die durchgreifendste Vereinfachung die Vereinheitlichung der Förderhöchstsätze.
Nach hisherigem Recht galten unterschiedliche Höchstsätze von 5 % bzw. 10 % des Gesamtbetrags der Einkünfte sowie eine Großspendenregelung.
 
Rückwirkend zum 01.01.2007 gelten nun folgende Neuregelungen:

Die Höchstbetragsregelungen für den Abzug als Sonderausgaben sind vereinheitlicht auf 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte. Die Großspendenregelung entfällt. Für Spenden bis 200 Euro (bisher 100 Euro) gilt der sogeannte vereinfachte Spendennachweis, d. h. es genügt die Buchungsbestätigung bzw. der Kontoauszug oder der Bareinzahlungs-
beleg als Spendennachweis. Aus der Buchungsbestätigung müssen Name und Kontonummer des Auftraggebers und Empfängers, der Betrag sowie der Buchungstag ersichtlich sein.
 
Konkret bedeutet dies, dass die Kirchenpflege seit 01.01.2008 nur noch Spenden- bzw. Zuwendungsbestätigungen ab einem Betrag von mehr als 200 Euro ausstellt.